Strickwaren messen: eine Größentabelle für Pullover erstellen
Brustweite, Länge, Ärmel- und Halsmaße von Pullovern; Körper- und Fertigmaße, Mehrweite und Toleranzen in Maßtabellen für Strickwaren.

Körpermaße und Fertigmaße
Körpermaße beschreiben die tragende Person, Fertigmaße das Kleidungsstück. Die Differenz kann je nach gewählter Passform eine Mehrweite enthalten. Schmale, reguläre und übergroße Modelle verwenden bei demselben Brustumfang unterschiedliche Fertigweiten. Ein Größenetikett allein ist kein Maßstandard.
Messpunkte auf der Zeichnung festlegen
Legen Sie das Kleidungsstück ohne Dehnen natürlich auf eine ebene Fläche. Geben Sie für die Brustweite den Abstand unterhalb der Achsel an und für die Körperlänge den Ausgangspunkt an der Schulter. Ärmellängen ab Schulternaht, seitlichem Halsansatz oder hinterer Halsmitte ergeben unterschiedliche Werte. Markieren Sie Anfangs- und Endpunkte auf einem Foto oder einer technischen Zeichnung.
Beispiel einer Erfassungsvorlage
| Maß | Festzulegender Messpunkt | Eintrag |
|---|---|---|
| Brustweite | Waagerecht auf festgelegter Höhe, Kleidungsstück flach liegend | cm, halber Brustumfang |
| Körperlänge | Vom festgelegten Schulterpunkt bis zum Saum | cm, mit/ohne Kragen |
| Ärmellänge | Vom Ausgangspunkt der Modellzeichnung bis zur Bündchenkante | cm, mit/ohne Bündchen |
| Halsöffnung | Zwischen den beiden festgelegten Ausschnittpunkten | cm, ohne Dehnen |
Mischen Sie flach gemessene Brustweite (halber Umfang) und vollen Brustumfang nicht in derselben Spalte. Zahlenwerte werden entsprechend der Kundenpassform eingetragen.
Toleranzen und Kontrollen nach dem Waschen
Legen Sie für jeden Messpunkt vor der Produktion Zielwert und Annahmetoleranz fest. Halten Sie fest, in welchem Verarbeitungszustand das Muster gemessen wurde: nach dem Stricken oder nach Waschen und Entspannen? Prüfen Sie bei einem Größensatz neben der Basisgröße auch ausgewählte Randgrößen. Eine einheitliche Universaltoleranz gilt nicht für jedes Modell und jede Faser.